Neue Partnerschaft für Blended Learning im Diplomstudium HF

Medienmitteilung als PDF herunterladen

Brig/Zürich, 13. Juni 2017 – Die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS), die ABB Technikerschule (ABBTS) und das Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen (ZbW) gehen eine strategische Partnerschaft ein. Die FFHS unterstützt die beiden Höheren Fachschulen (HF) bei der Neuentwicklung von anerkannten HF-Diplom-Ausbildungen in der Schweiz, die nach «Blended Learning»-Prinzip Präsenzunterricht und digital-gestützte Lernformate kombinieren. Die ersten dieser FlexHF-Studiengänge starten im Frühling 2018.

Am Anfang des Projekts FlexHF stand der Wunsch der Studierenden, ihr HF-Studium flexibler organisieren zu können. Die ABBTS und ZbW setzen deshalb als erste Höhere Fachschulen in der Schweiz anerkannte Studiengänge in einem neuen, flexiblen Format an. Die Lehrpläne und Qualifikationsverfahren der bewährten Ausbildungsprodukte bleiben dabei dieselben, einzig der Präsenzunterricht wird durch digitalisierte und individualisierte Lernformen reduziert.

«Aktuell wenden wir das E-Learning bei den HF-Studiengängen nur bescheiden an», erklärt Kurt Rubeli, Rektor der ABBTS. «Mit dem FlexHF Studium wird dies intensiviert und umso wichtiger ist für uns die Partnerschaft mit der FFHS, welche uns Punkto E-Didaktik einen grossen Schritt weiter bringt».

Konzentrierte Praxis und digital-gestützte Lernformate

HF-Flex-Studiengänge werden durch digitalisierte und individualisierte Lernformen eine zeitgemässe Form des geführten Lernens anbieten. Der Anteil des Präsenzunterrichts wird kleiner ausfallen und vermehrt der Anwendung, der Praxis im Labor und dem persönlichen Austausch gewidmet.

Durch die stark ausgebaute e-Learning Komponente soll den Studierenden gleichzeitig eine grössere zeitliche und räumliche Flexibilität in ihrem HF-Studium geboten werden. «Mit dieser Blended-Learning-Methodik wollen wir auch Mitarbeitern den Einstieg in die höhere Berufsbildung ermöglichen, deren Berufsalltag ein Studium mit hoher Schulpräsenz nicht erlaubt», sagt der Direktor des ZbW Andreas Schubiger zur geplanten Kombination von konzentrierter Praxis mit digital-gestütztem Lernen.

20 Jahre Erfahrung neu eingesetzt

«Dienstleistungen an Dritte gehört unter anderem zu unserem Leistungsauftrag. Es freut uns, unsere Erfahrungen aus 20 Jahren Blended Learning an anerkannte HFs weitergeben zu können. Zugleich können wir im Verlauf des Projekts FlexHF natürlich auch Erfahrungen sammeln und unsere Methodik verfeinern», erklärt der Rektor der FFHS, Michael Zurwerra.

Die Lehrpersonen des ZbW und der ABBTS werden sich beispielsweise im CAS eDidactics der FFHS einschlägig schulen lassen und wichtige Inputs zu Strukturierung des Programms und E-Didaktik abholen. Die FFHS wird auch bei der Umsetzung der Studiengänge auf E-Learning-Plattformen unterstützen und öffnet FlexHF-Abgängern mit ihren Passerellen-Angeboten einen reibungslosen Übergang von der Höheren Fachschule an die Fachhochschule.

Studienstart Frühling 2018

Geplant ist der Start der ersten beiden FlexHF-Studiengänge im Frühling 2018. Die ABBTS wird einen FlexHF-Studiengang in Energietechnik, das ZbW in Maschinenbau anbieten. Weitere Informationen finden zu den neuen Angeboten finden sich auf flexhf.ch.

Die ABB Technikerschule (ABBTS) ist eine dynamische Bildungsinstitution und bietet technisch wie auch kaufmännisch ausgebildeten, ambitionierten Berufsfachleuten eidgenössisch anerkannte Bildungsgänge sowie Weiterbildungen an. Die ABB Technikerschule wurde 1971 gegründet und ist seit 1983 eidgenössisch anerkannt. Als Verein organisiert, ist sie unabhängig, nicht profitorientiert und wird von über siebzig Trägerschaftsfirmen und -organisationen aktiv unterstützt. Die Schule beschäftigt qualifizierte und sehr erfahrene Lehrpersonen. Je nach Themengebiet wird eng mit Partnerinstitutionen, Fachhochschulen sowie weiteren Bildungsorganisationen und Organisationen der Arbeitswelt (OdA) zusammengearbeitet. www.abbts.ch

Das Zentrum für berufliche Weiterbildung (ZbW) ist eine in der Ostschweiz verankerte Höhere Fachschule mit den Standorten St. Gallen, Sargans und Frauenfeld, die 1946 auf Initiative von Industrie, Gewerbe und der öffentlichen Hand als Verein gegründet wurde. Das ZbW bietet insgesamt 10 HF Studiengänge an und führt diverse Vorbereitungskurse für Berufs- und höhere Fachprüfungen durch. Rund 450 Lehrpersonen engagieren sich zusätzlich zu ihrer hauptberuflichen Tätigkeit für das ZbW und vermitteln ihr Praxiswissen zum Nutzen der über 10‘000 Studierenden und Fachkursteilnehmenden. www.zbw.ch

Die Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) bietet als eidgenössisch anerkannte Fachhochschule seit 1998 berufsbegleitende Bachelor- und Master-Studiengänge sowie Weiterbildungen in den Bereichen Wirtschaft, Informatik, Engineering, Recht und Gesundheit an. Durch das weitgehend zeit- und ortsunabhängige Studienmodell ist sie eine Studienalternative für all jene, die Berufstätigkeit, Familie und Studium kombinieren möchten. Die FFHS führt Regionalzentren in Zürich, Basel, Bern und Brig und beschäftigt rund 80 Mitarbeitende sowie über 300 (Teilzeit-) Dozierende, die das fachliche Wissen praxisorientiert an die über 1900 Studierenden (Stand 2016) vermitteln. In ihren Forschungsinstituten betreibt die FFHS gemäss Leistungsauftrag des Bundes anwendungsorientierte Forschung in den Bereichen Web Science, Management & Innovation sowie E-Learning. Seit 2017 führt die FFHS einen UNESCO-Lehrstuhl für personalisiertes und adaptives Fernstudium. www.ffhs.ch

Weitere Informationen
Hannes Tscherrig
Medienstelle FFHS
027 922 39 00
hannes.tscherrig@ffhs.ch